
Ausgemusterter Fallschirm für Volksschule
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3. Juni 2024Nur wenige Kilometer vom ungarischen Balaton liegt der Flugplatz Siófok (ICAO: LHSK), der mit einer langen Graspiste, einer 600‑Meter‑Asphaltpiste, regem Fallschirmsprungbetrieb, Restaurants und zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten einiges zu bieten hat.
von Jacob & Yuri
Nach vier Vollkreisen über dem Plattensee schwenken wir in den rechten Gegenanflug auf die Piste 33 des Flugplatzes Siófok. Dort herrscht heute Fallschirmsprungbetrieb, daher wurden wir bereits vor dem Anflug ins Holding geschickt. Kein Problem – so können wir die Weite des Plattensees und die von Hotels geprägte Küstenlinie noch besser genießen. Noch im Gegenanflug fragt uns der bereits am Telefon äußerst freundliche Betriebsleiter, ob wir die Asphalt‑ oder Graspiste bevorzugen. Wir entscheiden uns für Asphalt und damit für die 33L.
„What are your plans?“
Wenig später rollt unsere Katana von der Piste, und kaum haben wir den Motor abgestellt, läutet auch schon das Handy. Der Betriebsleiter möchte wissen, ob wir am Platz bleiben, in die Ortschaft fahren oder was wir sonst vorhaben. Wir entscheiden uns für einen Besuch im Restaurant, und wenig später holt er uns mit dem Auto ab und bringt uns dorthin – es liegt nämlich am anderen Ende des Flugplatzes, rund drei Kilometer von unserer Parkposition entfernt. Wir erfahren, dass seit Corona die Flugbewegungen hier stark zurückgegangen sind. Auch heute sind wir – abgesehen von den Fallschirmspringern – die einzige Maschine, die hier landet.
Nach einer kleinen Stärkung und dem Beobachten des Fallschirmsprungbetriebs (gesprungen wird hier aus einem Hubschrauber) bringt uns der Betriebsleiter wieder zu unserem Flugzeug zurück. Gleichzeitig verabschiedet er sich in den Feierabend – für den Abflug genügen Blindmeldungen, wie er uns erklärt.
Zwischenstopp in LHFM
Nach dem Abflug von Siófok führt unsere Route weiter nach Fertőszentmiklós nahe des Neusiedler Sees. Dort begleichen wir rasch die Landegebühren und checken das Wetter, denn im Raum Wiener Neustadt baut sich inzwischen eine Gewitterzelle auf. Im spektakulären Abendrot geht es zurück zum Heimatflugplatz – und wir schaffen es fast trocken nach Wiener Neustadt. Das Gewitter hat das Neustädter Becken glücklicherweise nur gestreift, aber wir hatten uns in Fertőszentmiklós bereits auf mehrere Alternates vorbereitet, falls eine Landung in Wiener Neustadt nicht möglich gewesen wäre.
Fazit: Siófok ist ein echter Geheimtipp
Wir fliegen beide seit über zehn Jahren beim Sturmvogel – doch Siófok kannten wir bisher nicht. Ein wahrer Geheimtipp: Freundlichkeit und Urlaubsambiente sind dort garantiert!
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